Anforderungen an Holzböden

Die Richtlinien sind Richtwerte und können in Gebäudefällen durch direkten Verweis auf diesen Leitfaden oder als Ausgangspunkt für eigene Anforderungen in Ausschreibungsunterlagen verwendet werden.

Die Bewertung von Holzböden erfolgt durch vertragliche Abgabe oder eine entsprechende Übergabe an einen Kunden. Die Bewertung der Ergebnisanforderungen sollte gemäß den Richtlinien für die visuelle Beurteilung erfolgen.

Die Ergebnisvoraussetzungen gelten unter folgenden Bedingungen:

1: Bei der Bewertung

Raumtemperatur zwischen 18 und 23 ° C. Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 65%. Holzfeuchtigkeit: 8 ± 2%. Dass zwischen Holz und Luftfeuchtigkeit ein Gleichgewicht besteht. Dass das Gebäude geschlossen und beheizt ist. Dass der Einfluss der Fußbodenheizung berücksichtigt wird.

2: beim Verlegen

Raumtemperatur zwischen 18 und 23 ºC. Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 65% rF. Holzfeuchtigkeit: 8 ± 2%. Die aus dem Kühlraum versorgten Böden haben sich gewöhnt. Die Höhe des Unterbodens richtet sich nach den Anweisungen des Lieferanten oder nach TRÆ 64 Holzböden - Verlegung.

(* Bei Neubauten wird davon ausgegangen, dass Messungen von Beton, Holz und Luftfeuchtigkeit über einen Zeitraum vor und während der Verlegung durchgeführt und im KS-Bericht (Qualitätssicherungsbericht) dokumentiert wurden. Fußbodenheizung ist richtig eingestellt.)

 

Leistungsanforderungen

  1. Ist Holzart, Sortierung, Aussehen und Farbe wie vereinbart?
  2. Wurden die Planungsanforderungen erfüllt?
  3. Ist der Boden waagerecht oder mit einer vereinbarten Abweichung von der Horizontalen, wie vorgeschrieben?
  4. Befindet sich der Boden in der vorgeschriebenen Kopfhöhe?
  5. Ist der Boden ohne Höhenunterschied oder mit einem vereinbarten Höhenunterschied in der Verbindung zwischen zwei Etagen?
  6. Hat der Boden die vorgeschriebene Festigkeit und Steifigkeit gemäß der vorgeschriebenen Belastung?
  7. Ist der Boden vorschriftsmäßig begehbar / rutschfest?
  8. Sind die Verbindungen zwischen Brettern / Stangen einheitlich?
  9. Liegen Querkurven in Brettern (Waschbrettern) unter dem akzeptablen Wert?
  10. Ist die Bodenfläche glatt und mit dem gewünschten Glanz?
  11. Ist der Boden frei von störenden Knarrgeräuschen auf dem Boden?
  12. Erscheint der Boden ohne Mängel, z. ohne Risse, Flecken, Kantenschäden, lose Stäbe, Flecken, Verfärbungen oder Schäden an der Oberflächenbehandlung?
  13. Sind Schnitte und Fugen geschlossen und schließen sich Anpassungen an umgebende Gebäudeteile und Vorrichtungen an?
  14. Sind verklebte Böden ohne Haftungs- und Geräuschfehler (Schrauben)?
  15. Erscheint der Boden mit einer gleichmäßig lackierten, geölten oder mit Seife behandelten Oberfläche?

Begriffe, Erklärungen und Toleranzen

Die Beurteilung, ob die Ergebnisanforderungen erfüllt wurden, sollte, sofern nichts anderes vereinbart ist, auf der Grundlage der vertraglichen Grundlage für die Lieferung des Fußbodens und auf der Grundlage der nachstehend aufgeführten allgemeinen Branchenrichtlinien für Holzböden erfolgen:

  1. Für die Beurteilung von Holzarten, Sortierung, Farbe und Aussehen sollte ein realistischer Bodentest verfügbar sein, der die Wirkung von Licht auf das Holz berücksichtigt. Die Bewertung von Farbe und Aussehen kann gemäß dem Branchenleitfaden Holzfußböden - Bewertung von Farbunterschieden erfolgen.
  2. Die Anforderungen an die Ebenheit von Holzfußböden betragen normalerweise ± 2 mm, gemessen mit einem geraden Abstand von 2 m, und ± 0,6 mm bei einem geraden Abstand von 250 mm.
  3. Die Abweichung von der Horizontalen wird durch das Neigen des Bodens bestimmt. Horizontal wird von jedem Punkt der Bodenfläche diagonal bzw. senkrecht zu den Raumwänden gemessen. Es wird immer empfohlen, die Toleranz für die Horizontalität einzuhalten, insbesondere für größere Räume. Wenn nicht anders vereinbart, darf die Abweichung von der Horizontalen bei 6 Metern nicht größer als 10 mm sein. Bei Holzstämmen mit einer durchschnittlichen Holzfeuchtigkeit von über 12% ist zu erwarten, dass sich die Ebene und die Horizontale infolge der Trocknung des Holzes ändern und somit dem Schrumpf und der möglichen Durchbiegung der Balken folgen. Es sollte daher in Betracht gezogen und vereinbart werden, inwieweit auf das Erfordernis der Planung und Horizontalität verzichtet werden kann.
  4. Abweichung von der Kopfhöhe, gemessen an der äußeren Begrenzung des Raums und der Eingangstür (en): ± 3 mm
  5. Höhenunterschied bei der Montage zwischen zwei gleichartigen Holzböden mit gleicher Längsrichtung auf Balken (z. B. beim Türöffnen): Maximal 2 mm, sofern nicht anders vereinbart. Größere Höhenunterschiede in den Fugen zwischen Fußböden können aufgrund von Unterschieden in der darunter liegenden Tragstruktur (z. B. Balken und Betondecks oder zwei Scharfußböden), unterschiedlichen Bodenbelägen (z. B. Fliesenböden und Holzböden), unterschiedlicher Verlegerichtung (z. B. senkrecht) auftreten aufeinander) oder für Beschichtungen mit ihren jeweiligen Material- und Verarbeitungstoleranzen. Größere Fugenabweichungen in Parkettböden können im Laufe der Zeit durch Schrumpfen und Ablagerungen im Untergrund auftreten. Ein Ausgleich mit Bodenschienen über Fugen wird empfohlen.
  6. Anforderungen an Festigkeit und Steifigkeit sollten im Projektmaterial angegeben werden. Die normalen Belastungen und Konstruktionen für verschiedene Anwendungsbereiche sind ab TRÆ 64 angegeben und können, sofern nicht anders angegeben, zur Bewertung herangezogen werden. Die Einhaltung der Richtlinien finden Sie in den Richtlinien für Toleranzen in WOOD 64.
  7. Etwaige Sicherheitsanforderungen für das Gehen sollten in den Ausschreibungsunterlagen messbar definiert werden, z. in Verbindung mit Sportböden gemäß den Anweisungen des Lieferanten.
  8. Unter einheitlichen Fugen versteht man, sofern nichts anderes vereinbart ist: - Die Fugen unterscheiden sich nicht mehr als ± 40% von der durchschnittlichen Fugenbreite. - Es müssen immer kleinere Fugen bis zu 0,6% der Breite akzeptiert werden. - Dass einige Verbindungen 0 mm breit sein können. Die Anforderungen an die Abbruchstelle und die Anleitung für Fugen in Holzböden finden Sie in WOOD 64. Wenn Fugen durch Breitenabweichungen, fehlende rechtwinklige Einheit und seitliche Krümmung verursacht werden, beziehen Sie sich auf die in der Produktbeschreibung des Lieferanten angegebenen Toleranzen. Wenn nicht anders angegeben, werden Abweichungen gemäß den Toleranzen zum Zeitpunkt der Lieferung in TRÆ 63 bewertet.
  9. Wenn nichts anderes vereinbart ist, entspricht der Kreuzstein (Waschbrett) 0,3% der Breite von Massivdecken und 0,15% von Laminatböden. Weitere Informationen zur Messung des Waschbretteffekts finden Sie in TR 63.
  10. Zulässige Lande- und Dickenabweichungen ergeben sich aus der Produktbeschreibung des Lieferanten. Wenn nicht anders angegeben, werden Abweichungen gemäß den Toleranzen zum Zeitpunkt der Lieferung in TRÆ 63 bewertet.
  11. Wiederholbare / wiederholbare Geräusche sollten im Allgemeinen nicht auf Fußböden auftreten, z. Aufgrund des Versagens des Untergrundes, der Befestigung oder von Fähren und Rillen werden jedoch "Spannungsgeräusche" aufgrund von Änderungen der Luft- und Holzfeuchtigkeit akzeptiert. In Etagen, in denen seit einiger Zeit kein Verkehr herrscht, können Spannungsgeräusche auftreten, die jedoch beim Fahren normalerweise verschwinden. Knackgeräusche von Klickböden treten auf, wenn sie beim Verlegen nicht ausreichend gefaltet sind.
  12. Die Beurteilung von Mängeln an Fußbodenoberflächen sollte gemäß den Richtlinien für die visuelle Beurteilung in TRÆfakta 03: Holzböden - Beschwerden erfolgen. Beurteilung möglicher Verfärbungen siehe Branchenrichtlinien TRÆfakta 06: Holzböden - Beurteilung von Farbunterschieden.
  13. In Bezug auf gute Verarbeitung bewertet, siehe auch TRÆfakta 04 - Beurteilung von Aussehen und Versagen.
  14. Wenn nichts anderes vereinbart ist, wird "Hohlgeräusch" bis zu 10% der Bodenfläche akzeptiert, sofern dies gleichmäßig verteilt ist. Bereiche mit 'Hohlklang' müssen für Brett- und Parkettböden (mit Fähren / Nuten) bis zu 0,1 m2 und für Parkettböden (ohne Fähren / Nuten) bis zu 0,02 m2 betragen. Bei Einzelstäben nicht mehr als ¹³³ Länge. Lose Einzelstäbe dürfen nicht vorkommen.
  15. Vorbeschichtete Böden sollten mit einheitlichen, geschlossenen und glatten Oberflächen, geölten Böden mit einer einheitlichen Oberfläche und ohne Kanten sowie seifenbehandelten Böden mit einer einheitlichen Oberfläche und Seidenglanz erscheinen. Auf gebürsteten Böden können Strukturmarkierungen vorhanden sein, so dass sie nicht völlig glatt sind. Siehe auch TRÆFACTA über Malerei, Laugenbehandlung und Ölbehandlung. Farb-, Glanz- und Strukturunterschiede, die von den Eigenschaften und der Verarbeitung des Holzmaterials abhängig sind, sowie geringe Farbunterschiede bei weiß pigmentierten Oberflächen müssen akzeptiert werden.

Toleranzen für Ebenheit und Horizontalität wurden in Zusammenarbeit mit Dansk Byggeri und gemäß den Empfehlungen in www.tolerancer.dk erstellt.